Beobachtung und Dokumentation

Einführung in den INA-Beobachtungsbogen zum BBP

"Kinder zu beobachten heißt, ihnen mit Aufmerksamkeit und Respekt zu begegnen. Jedes Kind hat ein Recht darauf, be(ob)achtet zu werden; es soll die Beachtung spüren." (BBP 2014, S.33)

Wenn Pädagog/-innen in der Kindertagesbetreuung systematisch beobachten, zeigen sie ihr Interesse gegenüber der individuellen Vielfalt der Bedürfnisse, Ideen, Aktivitäten und Problemlösungen jedes einzelnen Kindes. Durch Beobachtung gewinnen Pädagog/-innen Erkenntnisse über die Potenziale und Stärken der Kinder. Sie können Anregungen so gestalten, dass sie die Kinder in ihrer
persönlichen Entwicklung unterstützen und Herausforderungen entlang der Interessen der Kinder erfahrbar werden lassen. Die Beobachtung und Dokumentation auf Grundlage des BBP eignet sich für jedes Alter, hat das einzelne Kind und die Kindergemeinschaft im Blick und ist Ausgangspunkt für die pädagogische Planung von Bildungsanlässen in Alltag, Spiel und Projekten. Sie bietet vielfältige Anlässe für den Austausch mit den Kindern und ist gut geeignet, um mit Kolleg/-innen und Eltern über den Bildungs- und Entwicklungsverlauf der Kinder ins Gespräch zu kommen.

Ziele:

  • Beobachtung und Dokumentation ist auf Grundlage des BBP erarbeitet.
  • Der aktualisierte INA-Beobachtungsbogen zur Dokumentation und Planung von
    kindlichen Bildungsverläufen ist eingeführt und erprobt.

 

Methoden:

Präsentation, Textarbeit, Kleingruppenarbeit, Übungen anhand von Filmsequenzen, Austausch im Plenum.

Referent: Dipl. Päd. Björn Sturm

Ort: Ihre Kita

Zeit: 1 Tag (9.00 bis 16.00 Uhr)

Preis: 450,-€ (bis 16 Personen)

Das überarbeitete Sprachlerntagebuch

Nun ist es da, das überarbeitete Sprachlerntagebuch. Wie aber damit umgehen? Was ist neu, was ist anders, was ist geblieben?
Kreative Anregungen für die Gestaltung des Sprachlerntagebuchs werden deutlich machen, dass man mit dem Sprachlerntagebuch experimentieren darf. Es ist ein offenes Instrument, das dazu anregt, individuelle Wege und Möglichkeiten zu finden, gemeinsam mit den Kindern daran zu arbeiten. Was aber genau heißt das? In einem Tagesseminar werden wir diesen Fragen nachgehen.


Inhalte

  • Ziele und Aufbau des Sprachlerntagebuchs
  • Die einzelnen Inhalte
  • Die Lerndokumentation
  • Das SLT als „offenes Instrument“
  • Sprechanlässe im Alltag


Methoden

  • Impulsvortrag
  • Kleingruppenarbeit
  • Kreative Anregungen für die Gestaltung des Sprachlerntagebuchs


Dozentin: Roswitha Weck, Erzieherin und Dokumentarfilmerin

Kosten: 470,-€ (bis 16 Personen)

Termin: nach Absprache

 

Berliner Sprachlerntagebuch - Der Sprache auf der Spur!

Seit 2007 können Berliner Kitas im Bereich der Sprachförderung und der Dokumentation kindlicher Sprachentwicklung mit dem Sprachlerntagebuch arbeiten. Es ist ein immer noch heiß umstrittenes Förder- und Dokumentationsinstrument, dessen Nutzen nicht selten mit einem Fragezeichen versehen wird. In der Fortbildung lernen die TN seine theoretischen Grundlagen und praktischen Anliegen kennen. In Verbindung damit gewinnen sie einen Überblick über die entscheidenden Etappen kindlicher Sprachentwicklung. Sie verstehen, warum der Weg zur Sprachkompetenz bei Kindern unterschiedlich verläuft und Umwege nimmt und es wichtig ist, diese Umwege zu dokumentieren. Die Absichten des Sprachlerntagebuchs werden damit verständlich und seine Anwendung in der Praxis leichter gemacht.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • theoretische Grundlagen des Sprachlerntagebuchs: sprachwissenschaftliche und spracherwerbstheoretische Aspekte
  • Phasen und Formen des sprachlichen Kompetenzerwerbs in der Kindheit
  • dokumentieren mit dem Sprachlerntagebuch
  • praktische Sprachförderung mit dem Sprachlerntagebuch

Methoden
Inputs, Diskussionen, Erfahrungsaustausch, Gruppenarbeit

Dozent/in: Björn Sturm; Roswitha Weck
Termin: nach Absprache
Dauer: ein Tag (9.00 - bis 16.30)

Preis: 470,-€

Ort: Ihre Kita

Schau mal was ich kann! Sichtbarmachen von Lernprozessen mit Hilfe der Fotografie und Schreiben von Bildungs- und Lerngeschichten

Das Beobachtungsverfahren „Bildungs - und Lerngeschichten“  aus Neuseeland wurde mittlerweile in Deutschland vielfach erfolgreich eingesetzt. Es ermöglicht den Einblick in die individuellen Lernschritte von Kindern und dient als Instrument, um Lernprozesse von Kindern zu beobachten, zu begleiten und zu dokumentieren.
In der Fortbildung befassen wir uns schwerpunktmäßig damit, wie man die Interessen und Fähigkeiten von Kindern gezielt wahrnehmen kann und diese entsprechend fotografiert und/oder filmt. Die Fotos, bzw. Filme werden nach den vorgegebenen Lernpositionen analysiert und ausgewertet. Daraus entstehen dann Lerngeschichten, die an das jeweilige Kind gerichtet sind.

Thematische Schwerpunkte:

  • Praktische Übungen, die zeigen, wie man Bildungsprozesse so fotografiert und filmt, dass sie aussagekräftig werden
  • Das Verfahren der „Bildungs - und Lerngeschichten“ und seine Instrumente
  • Die Auswertung der Beobachtungen nach Lerndispositionen
  • Schreiben von Lerngeschichten
  • Dokumentieren anhand von Fotodokumentationen


Bitte einen Fotoapparat mitbringen!

 

Dozentin: Roswitha Weck (Erzieherin, Dokumentarfilmerin und Dozentin im Fortbildungsbereich)

Dauer: nach Vereinbarung

Preis: auf Anfrage

Einführung in die Bildungs- und Lerngeschichten - Den Stärken der Kinder auf der Spur!

Die Lern- und Bildungsgeschichten sind eine Methode zur gezielten Beobachtung und Dokumentation von persönlicher und sozialer Entwicklung von Kindern. Seinen Ursprung findet dieses Instrument in den „learning stories" nach Prof. Dr. Margaret Carr (Neuseeland). Adaptiert und auf die deutsche Frühpädagogik angepasst wurde es vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung.

Kinder sind sich selbst bildende und eigen motiviert lernende Menschen. Lernen ist von Beginn an dialogischer und ko-konstruierter Prozess. Die Stärkung der kindlichen Ressourcen sind der zentrale Anspruch pädagogischen Handelns und werden von dem Verfahren bewusst unterstützt und gefördert.

Die Lern- und Bildungsgeschichten stehen mit dem Berliner- Bildungsprogramm im Einklang und werden bereits in vielen Kindertageseinrichtungen als Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren eingesetzt. Es lässt sich in der Krippe, im Kindergarten und Hort anwenden und bietet sich insbesondere für altersübergreifende und offene Betreuungskonzepte an.

Seminarziele

  • Vermittlung des theoretischen Hintergrunds des Verfahrens
  • Einführung in die fünf Lerndispositionen
  • Praktische Übungen im Umgang mit dem Instrument
  • Schreiben einer eignen Lerngeschichte
  • Vorbereitung der Einführung der Methode in der Kita

Dozent: Dipl.- Päd. Björn Sturm
Termin: nach Absprache
Dauer: 2 Tage (9.00-16.30)
Personen: Ihr Team
Ort: Ihre Kita

Preis: 850,-€

 

Beobachten und Dokumentieren von Bildungsprozessen mit Hilfe von Video und Fotografie

Durch die differenzierte Beobachtung und dem entsprechenden Dokumentieren der Informationen können Bildungsthemen und Entwicklungsprozesse jedes Kindes deutlich werden. Dabei spielt das Sichtbarmachen von Lernprozessen eine wichtige Rolle. Ausschnitte zeigen Details, die die Konzentration auf das Wesentliche richten. Was aber ist das Wesentliche und wie können Bilder so aufgenommen werden, dass sie eine differenzierte Aussage über Bildungs- und Entwicklungsprozesse eines Kindes vermitteln?
Sind aussagekräftige Bildsequenzen entstanden, ist es wichtig, die sichtbaren einzelnen Lernschritte sprachlich genau und schriftlich zu kommentieren. Sowohl visuelle Dokumentationen, wie auch sprachliche Beschreibungen regen zur Reflexion mit Kolleginnen, Kindern und Eltern an und können wichtiger Teil des Sprachlerntagebuchs werden.

Thematische Schwerpunkte 1. Teil (2 Tage)
Systematisches Beobachten mit Hilfe der Fotografie
Praktische Übungen, die verdeutlichen, wie man mit dem Fotoapparat und der Videokamera im Kitaalltag Bildungs- und Entwicklungsprozesse so aufnimmt, dass sie aussagekräftig werden
Sinnvoller Aufbau von Fotoserien
Auswerten von Foto - und Videoaufnahmen
Schreiben von Kommentartexten
das Sprachlerntagebuch als Bildungsdokumentation
Foto – und Videodokumentationen als Grundlage für Elterngespräche

Es hat sich bewährt, nach dem 1. Teil der Fortbildung das Erlernte im Alltag umzusetzen und an einem weiteren Seminartag die Dokumentationen auszuwerten.

Thematische Schwerpunkte 2. Teil (1 Tag)

  • Auswerten des in der Zwischenzeit aufgenommen Materials
  • Vertiefen des Themas, je nach Bedarf
  • Portfolioarbeit
  • Beobachten und Dokumentieren als selbstverständliche pädagogische Arbeit im Alltag: wie kann das gelingen?

Dozentin: Roswitha Weck
Temin: nach Absprache
Dauer: drei Tage (9.00 – 16.30 Uhr)
Personen: Ihr Team
Ort: Ihre Kita

Preis: 1200,- €

 

Entwicklung beobachten, Bildungssituationen erkennen, professionell handeln

Die Beobachtung der kindlichen Entwicklungs- und Bildungsprozesse ist die Basis für die pädagogische Arbeit in der Kita. Ziel der Beobachtung ist es, das Handeln des Kindes mit entwicklungspsychologischen Erkenntnissen zu verknüpfen, seine Aktivitäten, Interessen und Bedürfnisse besser zu verstehen und davon ausgehend individuelle Angebote zu planen, die seine Entwicklung und Weltaneignung begleiten, unterstützen und fördern.

Inhalte und Lernziele
Es werden verschiedene ressourcenorientierte Methoden und Verfahren der Beobachtung vorgestellt und erprobt sowie Umsetzungsmöglichkeiten einer systematischen Beobachtung im Kita-Alltag und die Auswertung im Team (bzw. in Kleinteams) diskutiert.

Die Phase zwischen den Seminarteilen bietet Gelegenheit, Beobachtungen in der Praxis durchzuführen und die Ergebnisse und Erfahrungen im zweiten Teil gemeinsam auszuwerten.

Methoden
Sichtung und Erprobung verschiedener Beobachtungsverfahren, Übungssequenzen mittels Video-Szenen

Dozentin: Dipl. Päd. Björn Sturm
Temin: nach Absprache
Dauer: zwei Tage (9.00 – 16.00 Uhr)
Personen: Ihr Team
Ort: Ihre Kita

Preis: 820,- €